Seit 2 Monaten läuft er nun bei mir zu Hause, der low-cost Energiemonitor ENVI von CurrenCost.

Geräte dieser Art sind in Deutschland noch ziemlich unbekannt, in England dafür umso populärer.  Eigentlich eigenartig, denn der genaue Hintergrund warum das so ist, ist mir noch nicht ganz klar geworden. Vielleicht sind die englischen Stromkästen besser für die Installation von Amperemeterzangen geeignet?

Gekoppelt mit meinem Linux Home-Server (Perl/RRDTool) stellt das Gerät jedenfalls eine prima Smart-Metering Lösung dar und macht meinen Energieverbrauch vollkommen transparent.

So sieht das aus:

Die gleichmässigen und regelmässigen Peaks stammen z.B. von meinem A++ Kühlschrank, während ich ein paar Tage abwesend war.

Ein Nachteil dieser Lösung ist, daß hier prinzipbedingt nicht Watt sondern VoltAmpere , also nicht Wirk- sondern Scheinleistung gemessen wird. Dafür muss man nur ein paar Stromzangen in seinem Sicherungskasten installieren und nicht an der Hauselektrik rumschrauben und sich in Gefahr bringen.

Das Gerät zeigt also eigentlich immer zuviel an, da Scheinleistung immer >= Wirkleistung. Ziel des Envi`s ist aber auch nicht die genaue Verbrauchserfassung sondern er stellt vielmehr ein „Schätzeisen“ dar, mit dem man ein Gefühl dafür entwickeln kann, wie es um den eigenen Energieverbrauch so steht, d.h. um festzustellen wann viel und wann wenig Energie verbraucht wird bzw. welche Geräte diese Verbräuche jeweils verursachen.

Die Bestellung via Ebay.co.uk und Paypal war ziemlich unproblematisch. Lieferung innerhalb weniger Tage. Für die, die sich nicht auf eine Bestellung in England einlassen wollen: Ein ähnliches Gerät gibt es z.B. bei ELV, den ESM200 von Oregon Scientific. Dieses hat aber leider keine PC-Schnittstelle.

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